Keramik & Kreativkunst

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Monatsrückblick März 2026: Langsam nehme ich wieder Fahrt auf

März 2026 war kein Monat der grossen Sprünge. Eher einer der langsamen Rückkehr. Nach einem Jahresstart, der mich mehr auf die Couch als an den Töpfertisch gebracht hat, merke ich langsam: Es kommt wieder etwas in Bewegung.

Die ersten drei Monate des Jahres waren ruhiger, als ich es geplant hatte. Eigentlich hatte ich einiges vor. Mehr fürs Business tun. Regelmässiger sichtbar sein. Neue Kurse planen. Kreativer arbeiten. Doch mein Körper und mein Kopf wollten nicht so recht mitmachen. Das Energiedepot war ziemlich leer.

Im Nachhinein war diese Pause aber vielleicht genau das, was nötig war. Seit März geht es jedenfalls langsam wieder bergauf. Schritt für Schritt. Neue Ideen, kleine Projekte und schöne Begegnungen haben mir wieder Lust gemacht, in meinen kreativen Alltag einzusteigen. Es ist noch nicht wahnsinnig viel passiert. Aber dieser erste kleine Schritt zurück macht bereits einen grossen Unterschied.

Hier liest du etwas über:

Wenn der Jahresstart nicht so läuft wie geplant

Der Beginn von 2026 war alles andere als energiegeladen.

Mit voller Motivation ins neue Jahr starten? Eher nicht.
Neujahrsvorsätze voller Tatendrang? Blieben aus.
Pläne, Aktionen, Ziele? Theoretisch ja. Praktisch hatte ich dafür viel zu wenig Energie.

Rund um den Jahreswechsel schwirren ja überall diese typischen Vorsätze herum: mehr Sport, gesünder essen, mehr Ordnung, mehr Disziplin. Ich hatte auch ähnliche Gedanken im Kopf. Einfach auf mein Töpfer-Business bezogen. Ich wollte regelmässiger in den sozialen Medien posten, mehr Kurse auf die Beine stellen und allgemein mehr Schwung in meine kreativen Projekte bringen.

Nur: Im Januar war bei mir erstmal Flaute. Mein Energielevel war zu tief, die Couch ziemlich verlockend und mein Antrieb fast nicht vorhanden.

Wenn man es aus Sicht der TCM betrachtet, war das gar nicht so überraschend. Der Winter steht für Rückzug, Ruhe und Regeneration. Mein Körper hat sich diese Ruhe ziemlich klar geholt. Mein Kopf fand das anfangs weniger lustig. Der wollte lieber produktiv sein, Pläne umsetzen und loslegen. Ich war also eine Zeit lang im Zwiespalt mit mir selbst.

Irgendwann kam dann aber der Punkt, an dem ich dachte: Was soll’s. Dann ist jetzt eben Pause. Das letzte halbe Jahr war intensiv, und vielleicht musste ich nicht noch mehr machen, sondern einfach mal weniger.

Im Februar waren dann Körper und Geist ausnahmsweise mal derselben Meinung. Beide wollten Ruhe. Ganz untätig war ich trotzdem nicht. Hier und da wurde getöpfert, nur eben ohne grossen Druck.

Ein Herzensprojekt konnte ich in dieser Zeit fertigstellen:

ein Pferde-Relief, das später sehr gut ankam. Solche Arbeiten sind für mich immer etwas Besonderes, weil sie nicht einfach nur dekorativ sind, sondern oft auch eine persönliche Geschichte tragen.

Antje und Paco beim Holz-sammel-Spaziergang

Hier sind Paco und ich gerade auf einem Waldspaziergang, wo ich diese Hölzer gefunden habe.

Sie werden erst getrocknet und nachher noch ein wenig gesäubert und dann "verbaut".

Ausserdem hat unser Pflegehund dafür gesorgt, dass ich regelmässig raus an die frische Luft kam. Bei diesen Spaziergängen habe ich plötzlich überall Holz entdeckt. Nicht das typische Schwemmholz, das viele für solche Projekte verwenden, sondern Waldholz. Etwas wilder, kantiger und ursprünglicher. Genau das hat seinen Reiz.

Während andere vielleicht eher zu schön glatt geschliffenen Hölzern greifen, mag ich an Waldholz gerade diese Ecken, Kanten und natürlichen Formen. Kombiniert mit Ton kann daraus richtig Spannendes entstehen. Eine erste Stele ist bereits fertig geworden, und die restlichen Hölzer warten noch darauf, weiterverarbeitet zu werden. Da kommt also noch mehr.

ein Rakuherz mit Waldholz als Stele

So sieht mein Raku-Herz-Stele aus.

Sie ist mit Waldholz aufgebaut. Obendrauf fehlt noch ein kleines Herz.

Kannst du es dir vorstellen?

Im März kam langsam wieder Bewegung rein

Im März wurde es dann langsam wieder lebendiger.

Ein kleiner Auslöser dafür war der Rampenverkauf auf dem Weisbrodareal Ende Februar. Dadurch wurde eine Kollegin wieder auf mich aufmerksam. Sie konnte damals nicht persönlich vorbeikommen, hatte aber meine Beiträge auf Instagram gesehen und dort einige Keramiken entdeckt und gekauft, die ihr gefielen.

Eine knappe Woche später kam sie bei mir vorbei, um ihre Stücke abzuholen. Und wie das eben oft ist, wenn man sich länger nicht gesehen hat: Aus einer kurzen Abholung wurde ein längerer Kaffee mit einem guten Gespräch.

Irgendwann landeten wir beim Thema Raku. Vor ein paar Jahren hatten wir beide schon einmal gemeinsam an einem Raku-Workshop teilgenommen. Und weil Ostern vor der Tür steht, kam plötzlich die Idee auf, diesmal selbst einen kleinen Raku-Workshop zu machen.

Mit Hühnern.

Die Idee war schnell da. Ein Termin auch. Und nach und nach liessen sich noch ein paar weitere Frauen dafür begeistern. Jetzt sind wir eine kleine, gemütliche Runde, auf die ich mich wirklich freue.

Seitdem bin ich am Ausprobieren, Tüfteln und Überlegen, aus welchen Formen solche Hühner überhaupt entstehen können. Zwei Varianten habe ich schon gefunden, und aktuell kristallisiert sich eine Grundform immer stärker heraus: die Kugel. Mal sehen, was daraus am Ende noch alles wird. Gerade dieses Experimentieren gehört für mich ja fast zu den schönsten Teilen am Töpfern.

im Rakubrand getöpferte Hühner
Antjes erste Huhn-Form
antjes zweites Huhn

Zwei Hühner sind noch im Entstehen. Du siehst hier beide im Rohzustand. Das 3. Bild zeigt noch ungeputzte Raku-Hühner. So sollen die zwei anderen auch mal aussehen.

Ein neuer Job bringt neue Möglichkeiten

Im März kam dann noch etwas dazu, womit ich so nicht gerechnet hatte: ein neues Jobangebot.

Ich hole dafür kurz aus. Meine Tochter ist gerade auf der Suche nach Schnupperlehren. Und weil ich selbst fast 30 Jahre im Service gearbeitet habe, lag es nahe, dass sie sich diesen Beruf ebenfalls einmal anschaut. Bei einem Einsatz habe ich dem Geschäftsführer ziemlich viele Fragen gestellt. Offenbar so viele, dass er mich später anrief und fragte, ob ich nicht selbst wieder als Aushilfe im Restaurant arbeiten möchte.

Und ganz ehrlich: Da war sofort wieder ein kleiner Funke da.

Es kribbelte in den Fingern. Denn auch wenn ich heute in einer anderen Lebensphase bin, ist da immer noch etwas in mir, das diesen Beruf sehr attraktiv für mich macht. Menschen einen entspannten Abend ermöglichen, ihnen gutes Essen und einen angenehmen Rahmen bieten, damit sie einfach mal abschalten können – genau das mochte ich schon während meiner Ausbildung und den vielen Jahren im Job.

Entspannung, Genuss und Erholung sind nicht nur im kreativen Bereich wichtig. Eigentlich ziehen sich diese Themen auch durch meinen alten Beruf. Vielleicht hat mich genau das daran wieder angesprochen.

Also kam ich zu einem neuen Job.

Mein Mittwoch im offenen Töpfer-Atelier bleibt aber trotzdem bestehen. Diesen Tag habe ich mir bewusst freigeschaufelt. Denn parallel bin ich gerade dabei, neue Kurse zusammenzustellen. Wenn alles steht, findest du sie unter „Töpferkurse“.

Der neue Job bringt mir ausserdem etwas mehr finanziellen Spielraum. Und das ist gerade in der Aufbauphase eines kreativen Business Gold wert. Denn wenn man ein Atelier und ein Angebot Schritt für Schritt entwickelt, fehlt am Anfang oft noch so einiges:

Formen, Materialien, Werkzeug, Ton, Glasuren oder auch ganz praktische Dinge wie Möbel und Stauraum.

Es wächst eben nicht alles auf einmal, sondern Stück für Stück.

Was im März sonst noch los war

Neben diesen grösseren Themen liefen im Hintergrund noch weitere Dinge:

Ein paar Auftragsarbeiten sind angelaufen, die ich durch den Rampenverkauf dazugewonnen habe. Darunter ist eine Schale für eine Coiffeuse und ein Relief als Geburtstagsgeschenk. Solche Aufträge freuen mich natürlich sehr. Gleichzeitig brauchen sie auch gute Planung, damit sie nicht einfach irgendwo zwischen Alltag und anderen Projekten untergehen.

Im März habe ich ausserdem selbst wieder einen Kurs besucht beziehungsweise einen Online-Kurs angefangen. Präsenzkurse sind oft toll, aber auch ziemlich kostspielig. Deshalb war für mich eine Online-Lösung gerade passender. Dabei bin ich auf den „Töpfer Tobi“ gestossen, der Online-Kurse anbietet.

So konnte ich gemeinsam mit anderen Töpferbegeisterten an Projekten arbeiten, Neues lernen und wieder selbst in die Rolle der Lernenden schlüpfen. Das hat richtig gutgetan.

Antjes Märchentasse von hinten

Einmal die Märchentasse von hinten & von vorne.

Sie ist noch unglasiert auf den Bildern.

Antjes Märchentasse von vorne

Auch privat ist im Moment einiges in Bewegung. Gemeinsam mit meiner Tochter bin ich dabei, mögliche Berufe und Schnupperlehren anzuschauen. Sie hat nur noch ein Jahr Schule vor sich, bevor es Richtung Lehrstelle geht. Und wie so oft klingt das auf dem Papier einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Die passende Richtung zu finden, braucht Zeit, Gespräche und oft auch ein bisschen Geduld.

Was Anfang 2026 auf dem Blog passiert ist

Auch wenn ich im Januar und Februar deutlich weniger Energie hatte als erhofft, ist mein Blog in dieser Zeit nicht stehen geblieben.

Nicht alles ging schnell, nicht alles mit voller Kraft – aber es sind trotzdem einige Beiträge entstanden, auf die ich gerne zurückblicke.

Gerade das Schreiben war in dieser ruhigeren Phase etwas, das auch dann möglich war, wenn für grössere Projekte oder mehr Sichtbarkeit die Energie gefehlt hat. Umso schöner ist es, jetzt zu sehen, was sich in den ersten drei Monaten des Jahres trotzdem alles angesammelt hat.

Im Januar erschienen bereits:

Im Februar entstanden dann folgende Beiträge:

Und im März kamen noch dazu:

Wenn du gerne mitliest, trag dich am besten auch in meinen Newsletter ein. Dort erfährst du oft als Erste, woran ich gerade arbeite, welche neuen Ideen im Atelier entstehen und was als Nächstes geplant ist.

Ausblick auf den April 2026

Im April wird mittwochs wieder viel getöpfert – entweder in Kursen oder im offenen Atelier. Darauf freue ich mich sehr. Es ist einfach schön, wenn wieder mehr kreative Routine in die Wochen kommt.

Ausserdem stehen noch einige der erwähnten Auftragsarbeiten an,

die ich fertigstellen möchte. Die neuen Besitzer warten schliesslich schon darauf.

Und dann sind da noch die Frühlingsferien. Auch darauf freue ich mich. Wir wollen nochmal versuchen zu fliegen. Beim dritten Anlauf müsste es ja langsam klappen. Ich bin gespannt, ob diesmal alles so läuft, wie wir es uns vorstellen.

Raku-Vögel auf der Stange

Die Frühlingsvögel sitzen schon auf der Stange und der Ferienflieger hebt auch bald ab.

Ferienflieger

Mein Fazit für den März

März war kein Monat der grossen Erfolge und auch keiner, in dem plötzlich alles wieder rund lief. Aber er war ein Anfang.

Nach einer eher ruhigen und energielosen Zeit habe ich gemerkt, dass neue Ideen zurückkommen. Dass wieder etwas wächst. Dass Begegnungen, kleine Projekte und neue Möglichkeiten oft genau das sind, was es braucht, um langsam wieder in Bewegung zu kommen.

Manchmal ist Fortschritt eben nicht sichtbar und spektakulär. Manchmal zeigt er sich einfach darin, dass man wieder Lust bekommt, etwas auszuprobieren.

Und genau so hat sich dieser März für mich angefühlt.

Das Ideenatelier

Mein Blog ist wie ein Atelier voller Inspirationen. Hier kannst du stöbern, entdecken und Ideen sammeln.

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Monatsrückblick März 2026: Langsam nehme ich wieder Fahrt auf

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