Manche Sätze bleiben einfach hängen. Nicht, weil sie besonders klug klingen, sondern weil sie im richtigen Moment auftauchen.
«Einfach mal machen - könnte ja gut werden» ist so ein Satz für mich.
Er ist mir nicht an einem bestimmten Tag eingefallen, sondern entwickelte sich eher schleichend. Nach vielen Gedanken, viel Sortieren und einem langen inneren Aufräumen war irgendwann klar: 2026 soll kein weiteres Jahr des Überlegens werden.
Es darf wieder mehr ins Tun gehen. Nicht kopflos oder überstürzt, sondern entschlossen.
Dieses Motto fühlt sich für mich nach Erlaubnis an. Erlaubnis, Dinge auszuprobieren. Schritte zu machen, ohne vorher jede Eventualität durchgespielt zu haben. Erfahrungen zu sammeln, statt nur darüber nachzudenken, wie es sein könnte. Genau darum soll es in diesem Jahr gehen.
2026 gilt im chinesischen Tierkreis als Jahr des Feuerpferdes. Der chinesische Kalender arbeitet mit einer Kombination aus Tierzeichen und Elementen.
Das Pferd steht für Bewegung, Freiheit, Eigenständigkeit und Tatkraft. Es ist kein Tier des Stillstands. Pferde wollen vorwärts, sie brauchen Raum und eine Richtung, die sich stimmig anfühlt.
Das Element Feuer verstärkt genau diese Eigenschaften. Es steht für Energie, Mut und den inneren Antrieb, Dinge nicht länger aufzuschieben.
Für mich beschreibt das Feuerpferd ein Jahr, in dem ich mich weniger absichern und mehr auf mein Bauchgefühl verlassen möchte. Nicht alles braucht einen Plan bis ins letzte Detail. Manches darf einfach beginnen. Klar, mit Haltung und ohne endloses Hin und Her.
Dieses Bild passt für mich gerade sehr gut. Pferde begleiten mich schon seit meiner Kindheit, nicht nur im Alltag, sondern auch innerlich. Ich liebe ihre Präsenz, ihre Sensibilität und diese Mischung aus Kraft und Aufmerksamkeit. Sie nehmen wahr, was um sie herum geschieht. Und wenn sie losgehen, dann entschieden und mit dem ganzen Körper.
Genau darin erkenne ich mein Motto für 2026 wieder.
«Einfach mal machen - könnte ja gut werden» ist für mich die praktische Übersetzung des Feuerpferdes. Weniger zögern, weniger absichern, weniger warten. Dafür mehr Vertrauen in den nächsten Schritt. Nicht alles wissen müssen, bevor ich anfange. Sondern anfangen und schauen, was entsteht.
Wenn du Lust hast, mich 2026 auf diesem Weg zu begleiten, dann melde dich gern zu meinem Newsletter an. Dort teile ich regelmässig Gedanken, Einblicke aus dem Atelier und das, was entsteht, wenn man Dinge einfach macht und schaut, was daraus wird.
2026 möchte ich mutiger werden im Ausprobieren. Das betrifft mein kreatives Arbeiten genauso wie mein Business.
Ich möchte weitere Kurse und Workshops anbieten, damit sich das Atelier mit töpfernden Menschen füllt. Töpfern hat mir selbst wieder Freiheit und echte Auszeiten geschenkt.
Dieses Gefühl möchte ich weitergeben. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen mit den Händen arbeiten, abschalten und einfach sein dürfen.
Ich arbeite an meinem ersten Relief.
Auch beim Brennen von Keramiken will ich mich weiter für Neues öffnen. Raku soll mehr Raum bekommen, genauso wie andere Techniken wie zum Beispiel Pit Fire, das mit seinen Farbkontrasten und seiner Ursprünglichkeit sehr reizvoll ist.
Dass sich solche Techniken sogar im Wohnzimmer im Kamin umsetzen lassen, macht sie für mich besonders spannend. 2026 soll ein Jahr werden, in dem ich mich nicht auf eine Methode beschränke, sondern bewusst experimentiere.
Diese 2 Stücke sind im heimischen Kamin gebrannt worden.
Eine Idee, die mich schon länger begleitet, ist der Austausch mit anderen Künstlerinnen und Künstlern.
Ich spiele mit dem Gedanken, Anne-Greth B. nach einem ersten Interview zum Thema Raku zu fragen. Sie ist eine Töpferkollegin, bei der ich das Raku-Brennen kennenlernte. Ich war ein Jahr lang jeden Monat mindestens einmal bei ihr zum Raku-Workshop.
Ich möchte dieses Thema sichtbarer machen, darüber schreiben, voneinander lernen und Erfahrungen sammeln. Daraus dürfen durchaus Artikel entstehen, Gespräche, vielleicht später auch Workshops.
Wissen wächst und bleibt erhalten, wenn man es teilt.
Gleichzeitig merke ich, dass sich mein Fokus im Töpfern verändert.
Alltagskeramik hat ihren Platz, auch bei mir. Tassen, Teller und Schalen gehören dazu.
Trotzdem spüre ich aktuell ein starkes Bedürfnis, mich mehr mit Skulpturen zu beschäftigen. Objekte, die man an die Wand hängt oder ins Wohnzimmer stellt. Stücke, die nicht primär benutzt werden, sondern wirken dürfen. Diese Richtung möchte ich 2026 vertiefen.
Ein grösseres Ziel ist es, bis Herbst 2026 genug Arbeiten zu schaffen, um eine eigene Ausstellung zu realisieren. Die Aussicht darauf begleitet mich und gibt mir eine klare Richtung.
Perfektionismus hat mich lange begleitet. Auch in Bereichen, in denen er mir eher im Weg stand als geholfen hat.
Eigentlich wollte ich Copywriterin werden. Ich habe eine Online-Ausbildung gemacht, später noch eine Weiterbildung im digitalen Marketing. Fachlich hat vieles gepasst. Was mir gefehlt hat, war der Mut, es einfach anzuwenden.
Ich hatte immer das Gefühl, noch nicht gut genug zu sein. Noch nicht bereit. Rückblickend weiss ich: Warten auf Perfektion sorgt vor allem dafür, dass man ins Tun nicht kommt.
Dasselbe sehe ich beim Töpfern. Wenn man beginnt, etwas mit den Händen zu formen, entsteht selten sofort das Ergebnis, das man im Kopf hatte. Mit Übung, Wiederholung und Geduld kommen die Aha-Momente. Den Satz „Übung macht den Meister“ habe ich früher öfter gehört. Wirklich verstanden habe ich ihn erst viel später.
Heute weiss ich: Übung entsteht nur durchs Machen.
Auch beim Aufbau meiner Website habe ich das gelernt. Ich habe Stunden damit verbracht, Dinge passend zu gestalten. Und oft gemerkt, dass ich drei Wochen später wieder nicht wusste, wo welcher Knopf war. Erst durch regelmässiges Arbeiten wurde vieles leichter. Seit ich blogge, hat sich mein Umgang damit verändert. Texte entstehen schneller. Entscheidungen fallen leichter. Perfekt sind sie trotzdem nicht. Und das müssen sie auch nicht sein.
Ich mit ganz vielen Fragezeichen vorm Computer.
Judith Peters bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt, dass ein Blogartikel geschrieben und veröffentlicht werden darf. Nachjustieren kann man später. Hauptsache, er ist online.
Genau diese Haltung möchte ich 2026 weiter leben. Nicht alles endlos verbessern wollen, sondern veröffentlichen, teilen und daraus lernen.
"Einfach mal machen" bedeutet für mich nicht, alles gleichzeitig zu wollen. Es bedeutet, dranzubleiben, auch wenn Dinge länger dauern als geplant.
Ich habe viele Interessen und viele Ideen. Das war schon immer so. 2026 möchte ich mir erlauben, Schwerpunkte zu setzen und nicht jedem Impuls sofort nachzugehen.
Beim Töpfern heisst das, weniger parallel zu machen und dafür tiefer einzutauchen. Eine Technik wirklich zu erforschen. Ein Thema mehrfach aufzugreifen. Nicht sofort weiterzuziehen, sondern Entwicklungen zuzulassen.
Im Business bedeutet es, kontinuierlich sichtbar zu bleiben. Zu schreiben, Angebote zu machen, Kurse anzubieten, auch wenn der Erfolg nicht sofort messbar ist.
Ich möchte mir selbst mehr Vertrauen schenken. Vertrauen darauf, dass Dinge wachsen dürfen. Dass nicht jeder Schritt sofort Sinn ergeben muss, um später wichtig zu sein. Natürlich werde ich weiterhin zweifeln, daran habe ich keinen Zweifel. Aber genau dann will ich mich an mein Motto erinnern: Einfach mal machen. Könnte ja gut werden.
Wenn du Lust hast, mich 2026 auf diesem Weg zu begleiten, dann lade ich dich herzlich ein, selbst kreativ zu werden.
Buche dir einen Platz im offenen Atelier oder in einem Themenkurs und tauche ins Arbeiten mit Ton ein. Im Atelier geht es nicht um Perfektion, sondern ums Tun, ums Ausprobieren und ums Dranbleiben.
Wenn du regelmässig Einblicke, Gedanken und Inspiration rund ums Töpfern bekommen möchtest, dann melde dich gern zu meinem Newsletter an. Dort erfährst du auch, sobald neue Kurse auf meiner Website aufgeschaltet sind.
2026 darf ein Jahr werden, in dem wir Dinge nicht nur denken, sondern auch machen. Vielleicht wird es gut. Vielleicht sogar sehr gut.
Im Atelier Allegra in Hausen am Albis -
mittwochs wird es zu meinem Töpfer-Atelier.
Ich habe leider noch keine direkte Kommentarfunktion.
Deshalb: Falls du Fragen, Anregungen, Feedback für mich hast,
schreib mir gerne eine E-Mail an: kontakt@antjes-art.com
Ich würde mich sehr freuen von dir zu lesen. 🤗
Und falls du magst, lass uns auf Instagram vernetzen - @antjes_art
Vielleicht möchtest du mir dein Kunstwerk zeigen.
Das würde mich auch sehr freuen 😃
Mein Blog ist wie ein Atelier voller Ideen. Hier kannst du stöbern, entdecken und dich inspirieren lassen
© 2025 Antje Brügger