Eigentlich heisst dieses Blogformat „12 von 12“: Am 12. eines Monats entstehen zwölf Bilder, die den eigenen Alltag zeigen.
Eigentlich.
Bei mir wurden daraus dieses Mal zwölf Bilder vom 11. August.
Ich hatte meine Erinnerung gesehen, das Handy geschnappt und angefangen zu fotografieren. Dass die Erinnerung für den nächsten Tag gedacht war, habe ich dabei grosszügig übersehen.
Aufgefallen ist mir mein kleiner Datumsfehler erst am Abend. Da waren die zwölf Bilder längst gemacht.
Also gibt es nach einer längeren 12-von-12-Pause heute eine kleine Sonderausgabe: zwölf Bilder vom 11. August 2026.
Für den 12. August hatte ich mir extra eine Erinnerung ins Handy eingetragen: Bilder für meinen nächsten 12-von-12-Beitrag machen.
Die Erinnerung tauchte am 11. August auf meinem Bildschirm auf und ich dachte: Stimmt, da war doch was.
Also fing ich an zu fotografieren.
Dass dort „morgen“ stand, habe ich in diesem Moment zwar gesehen, aber offenbar nicht verarbeitet. Manchmal ist der Kopf schneller mit einer Idee beschäftigt, als die Augen lesen können.
Seit knapp einem Jahr nutze ich eine Challenge-App, in der ich meine täglichen Aufgaben und Gewohnheiten abhake. Dazu gehören zum Beispiel ein Liter Wasser, meine Tabletten, eine Mittagspause und die Kontrolle meiner Zahlen.
An diesem Tag zeigte mir die App eine Serie von 302 Tagen an. Ganz so erfolglos kann meine Selbstorganisation also nicht sein – auch wenn ich beim Datum für diesen Beitrag kurz geschwächelt habe.
Seit Kurzem bin ich Mitglied bei der TCS. Damit ist in diesem Fall allerdings nicht der Touring Club Schweiz gemeint, sondern „The Content Society“.
Dort dreht sich alles ums Bloggen, um neue Ideen und darum, tatsächlich ins Schreiben und Veröffentlichen zu kommen. Genau das kann ich gut gebrauchen, denn an Themen mangelt es mir selten. Eher daran, sie alle zu sortieren und irgendwann fertigzustellen.
Also schaute ich nach, welche Meetings und Veranstaltungen für mich interessant sein könnten. Die Auswahl war gross: Ideengewitter, CoBlogging und sogar eine Blogdekade mit dem Ziel, innerhalb von zehn Tagen zehn Blogartikel zu schreiben.
Langweilig wird mir in nächster Zeit vermutlich nicht.
Ein Blick in die Veranstaltungen der Content Society.
An diesem Vormittag arbeitete ich ausserdem an einer neuen Seite für meine Website.
Gemeinsam mit Claude habe ich eine Seite aufgebaut, auf der Kundinnen und Kunden ihre Erfahrungen mit antjes-art teilen können. Dafür gibt es verschiedene Bereiche: individuelle Keramik, Kurse und Workshops, digitale Produkte und meinen Newsletter.
Wer bereits etwas bei mir gekauft, einen Kurs besucht oder eines meiner digitalen Angebote genutzt hat, darf mir dort gerne ein paar Zeilen hinterlassen. Hier kannst du antjes-art dein Feedback geben.
Natürlich freue ich mich über positive Rückmeldungen. Mindestens genauso wichtig sind mir aber ehrliche Hinweise darauf, was ich noch verbessern kann. Wer selbst mitten im eigenen Business steckt, sieht irgendwann nicht mehr alles mit dem gleichen Blick wie jemand, der von aussen darauf schaut.
Die neue Feedbackseite für antjes-art.
Irgendwann war es Zeit für eine Pause. Also nahm ich mir eine Zeitung und die Zeitschrift „Welt der Tiere“ vor.
Dabei blieb mein Blick an einer Überschrift hängen: „Kraulen lernen beginnt im Trockenen“.
Das wunderte mich erst einmal. Kraulen gehört für mich schliesslich ins Wasser. Aber anscheinend lassen sich Bewegungsabläufe, Atmung und Haltung zunächst an Land üben.
Also las ich weiter. Man lernt schliesslich nie aus – auch dann nicht, wenn man gerade nur gemütlich Zeitung lesen wollte.
Meine Tochter hat regelmässig Reitunterricht. Meistens fahre ich sie hin und hole sie später wieder ab.
Beim Abholen schaue ich mir gerne noch die letzten Minuten der Reitstunde an. So bekomme ich mit, woran sie gerade arbeitet und welche Fortschritte sie macht.
Und die kann man sehen. Sie macht das richtig gut.
Sie hat es nur nicht so gern fotografiert zu werden.

Die letzten Minuten der Reitstunde schaue ich gerne noch zu.
An diesem Tag fand ganz normaler Reitunterricht statt. Trotzdem schaue ich meiner Tochter gerne noch ein paar Minuten zu, wenn ich sie abhole.
Für mich ist es spannend zu beobachten, wie sich Reiterin und Pferd gemeinsam entwickeln. Ich sehe, woran sie gerade arbeitet, wie sie die Hinweise der Reitlehrerin umsetzt und welche Fortschritte sie macht.
Sie macht das richtig gut. Das darf eine Mutter schliesslich auch mal sagen.

Reiterin und Pferd entwickeln sich gemeinsam.
Während des Reitunterrichts beobachtete ich auch die anderen Schulpferde.
Und wie das bei mir manchmal so ist, blieb es nicht beim Beobachten. Plötzlich war da eine Idee: Warum nicht einen weiteren Blog starten?
Einen Blog mit Geschichten über Tiere und Menschen. Über Körpersprache, Begegnungen und darüber, was wir voneinander lernen können.
Die Idee liess mich nicht mehr los. Inzwischen steht unter www.mistundmehr.ch bereits der erste Blogartikel.
Man könnte jetzt behaupten, ein Blog sei eigentlich genug. Aber seit wann halte ich mich bei kreativen Ideen an vernünftige Mengenangaben?

Ein Schulpferd - und der Anfang einer neuen Blogidee.
Zum Mittagessen gab es selbst gemachte Kartoffelstückchen.
Sie wurden im Wok gebraten und später mit einem schönen Spiegelei gekrönt.
Kein kompliziertes Gericht, aber genau richtig für einen heissen Sommertag. Ausserdem schmecken gebratene Kartoffeln eigentlich immer.
Das Spiegelei setzte dem Ganzen dann buchstäblich die Krone auf.
Bei der Hitze, die zurzeit herrscht, darf die Siesta nicht fehlen.
Ein Mittagsschläfchen wirkt bei mir manchmal Wunder. Danach ist der Kopf wieder klarer und ich habe neue Energie für den Rest des Tages.
Ausserdem stand die Mittagspause schliesslich in meiner Challenge-App. Nach mehr als 300 Tagen wollte ich meine Serie nicht ausgerechnet jetzt gefährden.

Beine hoch und für einen Moment abschalten.
Später wurde ich auf ein vertrautes Geräusch aufmerksam: das Klappern von Störchen.
Zuerst wusste ich nicht, woher es kam. Dann entdeckte ich sie auf dem Silo neben unserem Haus.
Und zwar nicht nur einen oder zwei. Dort oben hatte sich gleich eine ganze Gruppe versammelt.
Ich weiss nicht, was genau sie auf dem Silo besprechen wollten. Nach einer kurzen Sitzung sah es jedenfalls aus.
Natürlich musste ich die Störche noch etwas näher fotografieren.
Es heisst schliesslich, dass Störche Glück bringen. Ich hoffe sehr, dass sie tatsächlich Glück im Gepäck hatten.
Vielleicht wollten sie auch nur dafür sorgen, dass ich meine zwölf Bilder vollbekomme. Das wäre immerhin ein ziemlich passender Abschluss für diesen versehentlichen 12-von-12-Tag.
Dass ich einen ganzen Tag zu früh fotografiert hatte, bemerkte ich erst durch meine Tochter.
Sie sagte zu mir: „Mama, morgen, am Mittwoch, dem 12., ist Sonnenfinsternis. Wir müssen unbedingt noch Sonnenfinsternisbrillen holen. Sonst können wir gar nicht schauen.“
Moment mal. Morgen ist der Zwölfte?
Ein Blick aufs Datum bestätigte es: Ich hatte meine zwölf Bilder am 11. August gemacht.
Am 12. August 2026 war in der Schweiz eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen.
Zu diesem Zeitpunkt war der Tag allerdings längst dokumentiert. Und ganz ehrlich: Warum sollte ich die Bilder deshalb wegwerfen?
Der 11. August hatte schliesslich alles, was einen 12-von-12-Beitrag ausmacht: ein bisschen Business, neue Ideen, Pferde, Familienalltag, etwas zu essen, eine wohlverdiente Pause und zum Abschluss eine ganze Reihe Störche.
Nur das Datum stimmte nicht ganz.
Aber perfekt unperfekt passt ohnehin besser zu mir.
Mein letzter 12-von-12-Beitrag liegt schon einige Monate zurück. Umso schöner war es, meinen Alltag wieder einmal bewusst in Bildern festzuhalten.
Dabei ist mir aufgefallen, wie viel an einem vermeintlich gewöhnlichen Tag passiert: Ich arbeite an meinen Websites, entwickle neue Ideen, begleite meine Tochter zum Reiten und beobachte nebenbei Dinge, aus denen plötzlich ein neuer Blog entstehen kann.
Vielleicht sollte ich mir für den nächsten 12. wieder eine Erinnerung stellen.
Dann aber sicherheitshalber mit dem Zusatz:
Erst morgen fotografieren!
Ich glaube fest daran, dass wir nie zu alt,
zu beschäftigt oder zu eingespannt sind, um etwas Neues zu lernen.
Perfektion ist dabei gar nicht das Ziel – der erste Schritt zählt.
Und genau diesen Schritt darfst du dir erlauben.
Mir ist wichtig, dass Lernen und Kreativität nicht schwer, sondern leicht und erfüllend sind.
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Einmal durchatmen -
und etwas Neues kann beginnen
Du bist oft im Funktionsmodus. Alles läuft - aber du bleibst irgendwie auf der Strecke.
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Vielleicht brauchst du nicht mehr Leistung, sondern mehr Lebendigkeit. Und die beginnt im Kleinen.
Mit etwas, das deine Hände tun dürfen - nur für dich.
Dieses Workbook ist dein Einstieg in eine neue Art der Selbstfürsorge. Perfekt unperfekt. Einfach.
Ehrlich, kreativ, wohltuend.
Du wirst sehen: Sobald du beginnst, mit Ton zu arbeiten, beginnt auch in dir wieder etwas zu fliessen.
Und falls du magst, lass uns auf Instagram vernetzen - @antjes_art.
Vielleicht möchtest du mir dein Kunstwerk zeigen. Das würde mich ebenfalls sehr freuen.
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