Wer bei mir töpfert, soll sich trauen dürfen, etwas auszuprobieren. Auch ohne Erfahrung, ohne fertige Idee und ohne den Anspruch, dass die erste Schale gleich aussieht wie aus einem Einrichtungsmagazin.
Wie ich im Atelier mit Menschen und ihren Werken umgehe, hat viel mit meinen eigenen Werten zu tun.
Als ich mich mit meinen Werten beschäftigt habe, bin ich bei drei Begriffen hängen geblieben: Leidenschaft, Neugier und Respekt. Natürlich gehört noch mehr zu mir.
Ehrlichkeit ist mir wichtig, Kreativität sowieso. Aber diese drei beschreiben besonders gut, was mich antreibt und was ich mit antjes-art weitergeben möchte.
Vielleicht kennst du mich bisher über einen Blogartikel, meinen Becher-Starterguide oder ein Bild aus dem Atelier. Heute geht es darum, warum ich das alles mache. Und darum, was diese Werte für dich bedeuten, wenn du mit mir zusammen die Hände in den Ton steckst.
Gefällt dir, was du liest?
So verpasst du nie wieder einen Blogartikel von mir:
Ich töpfere seit 2013. Angefangen habe ich, weil ich etwas brauchte, das meinen Kopf frei macht. Nach der Geburt meines zweiten Kindes war ich am Anschlag. Ich wollte etwas mit den Händen machen und für eine Weile aus dem ständigen Denken und Organisieren herauskommen.
Beim Arbeiten mit Ton konnte ich mich auf das konzentrieren, was gerade vor mir lag.
Wie fühlt sich das Material an?
Wo braucht die Form noch etwas Unterstützung?
Was passiert, wenn ich hier drücke oder dort etwas wegnehme? Meine Aufmerksamkeit hatte endlich eine konkrete Aufgabe, die nichts mit dem nächsten Punkt auf einer Aufgabenliste zu tun hatte.
Dabei konnte ich die Zeit vergessen. Dieses Gefühl hat mich gepackt und begleitet mich bis heute. Ich töpfere leidenschaftlich gerne, weil ich dabei gestalten und gleichzeitig bei mir ankommen kann. Aus einem Stück Ton entsteht nach und nach etwas, das vorher nur eine Idee war. Das fasziniert mich immer wieder.
Zuhause arbeite ich sowohl im Handaufbau als auch mit der elektrischen Drehscheibe. Beides gefällt mir und bietet unterschiedliche Möglichkeiten, meine Ideen umzusetzen. Im Atelier arbeite ich jedoch im Handaufbau. Das hat zwei praktische Gründe: Es gibt Lehrpersonen, die dir die Arbeit an der Drehscheibe besser erklären können als ich. Ausserdem ist mir der Aufwand zu gross, meine Scheibe regelmässig hin und her zu transportieren. Mit den Händen, einfachen Werkzeugen und verschiedenen Aufbautechniken lassen sich im Atelier trotzdem viele Ideen verwirklichen, von Bechern über Schalen bis zu anderen Formen.
Leidenschaft bedeutet für mich aber auch, mich mit den weniger bequemen Seiten einer Sache zu beschäftigen. Beim Töpfern gehört Geduld dazu. Ein Werk muss trocknen, gebrannt und je nach Projekt glasiert und nochmals gebrannt werden. Manche Schritte lassen sich nicht beschleunigen, nur weil ich das Ergebnis gerne schon heute hätte.
Und manchmal läuft etwas anders als geplant. Eine Form verändert sich, eine Verbindung braucht mehr Sorgfalt oder eine Glasur sieht nach dem Brand anders aus als erwartet. Das kann manchmal ärgerlich, aber auch spannend sein. Ich muss nicht jedes Missgeschick sofort toll finden. Trotzdem möchte ich verstehen, woran es lag und was ich beim nächsten Versuch verändern kann.
Diese Bereitschaft, dranzubleiben, kenne ich auch aus meinen verschiedenen Aus- und Weiterbildungen. Landwirtschaft, Gastronomie, Shiatsu, Copywriting und Digital Marketing wirken auf den ersten Blick ziemlich unterschiedlich. Für mich steckt darin auch die Freude, mich auf etwas einzulassen und dazuzulernen. Die Weiterbildung zur Digital Marketing Specialist habe ich abgeschlossen. Dieses Wissen nutze ich für mein eigenes Business "antjes-art", etwa für meine Website, meine Blogartikel und meine Kommunikation auf Social Media.
Im Atelier möchte ich dir etwas von meiner Begeisterung mitgeben. Du musst dafür nicht gleich ein neues Lebenshobby finden. Vielleicht reicht dir ein Nachmittag, an dem du etwas ausprobierst und merkst, dass dir das Arbeiten mit Ton gefällt. Wie viel Platz es später in deinem Leben bekommt, entscheidest du selbst.
Zuhause versuche ich mich ab und zu mal an der elektrischen Drehscheibe. Manchmal mit mehr, manchmal mit weniger Erfolg. Übung macht dabei den Meister. Ich bin da aber noch meilenweit entfernt.
Ton ist längst nicht das einzige Material, das mich interessiert. Ich bastle, binde Bücher, beschäftige mich mit Handlettering und probiere unterschiedliche Gestaltungstechniken aus. Wenn ich etwas Spannendes sehe, möchte ich wissen, wie es gemacht wird. Und meistens möchte ich es dann auch selbst versuchen.
Ich gestalte ausserdem eigene Bücher und verkaufe sie über Amazon KDP, Amazons Plattform für die Veröffentlichung eigener Bücher. Dazu gehören Malbücher und mein Töpfer-Journal. Mein neuestes Buch ist ein Reisetagebuch für Familien mit Grundschulkindern.
Mein Töpfer-Journal - das Projektbuch für deine Töpferprojekte
Drei Malbücher von Rittern, über die Unterwasserwelt, bis zu Pferden
Mein neuestes Buch: "Reisetagebuch für Familien mit Grundschulkindern"
Dabei kann ich meine Freude am Gestalten mit der Frage verbinden, was andere gerne nutzen würden. Ein Malbuch bietet Platz zum Ausmalen, im Töpfer-Journal lassen sich eigene Projekte und Erfahrungen festhalten. Und mit dem Reisetagebuch können die Familien gemeinsam Erinnerungen festhalten und später drüber lachen. Wenn du neugierig bist, schau dir gerne meine Bücher an.
Natürlich wäre es einfacher, bei dem zu bleiben, was ich schon kann. Dann wüsste ich vorher ungefähr, wie das Ergebnis aussieht. Aber gerade am Anfang, wenn noch nicht alles selbstverständlich ist, entdecke ich viel. Ich muss genauer hinschauen und herausfinden, welcher Weg für mich funktioniert.
Neugier hilft mir dabei, nicht schon vor dem ersten Versuch ein Urteil zu fällen. Zwischen «Das kann ich nicht» und «Das habe ich noch nicht ausprobiert» liegt für mich ein grosser Unterschied. Der zweite Satz lässt eine Möglichkeit offen. Ich darf anfangen, ohne vorher beweisen zu müssen, dass ich gut darin bin.
Genau diese Möglichkeit möchte ich auch im Atelier schaffen. Wenn du noch nie getöpfert hast, musst du weder die Fachbegriffe kennen noch mit einem ausgearbeiteten Projekt kommen. Du darfst Fragen stellen, dir etwas zeigen lassen und zunächst ein Gefühl für das Material entwickeln.
Vielleicht hast du eine bestimmte Schale im Kopf. Vielleicht weisst du nur, dass du gerne einmal Ton anfassen möchtest. Beides ist ein brauchbarer Ausgangspunkt. Eine Idee kann auch beim Arbeiten entstehen: durch eine Rundung, eine Oberfläche oder eine Form, die dir plötzlich gefällt.
Für mich bedeutet Neugier deshalb auch, einem Projekt etwas Spielraum zu lassen. Wenn ich nur auf das geplante Endergebnis schaue, übersehe ich möglicherweise eine interessante Abzweigung. Beim Gestalten darf ich zwischendurch überlegen, ob mir eine andere Lösung besser gefällt als meine ursprüngliche Idee.
Dabei ist nicht jeder spontane Versuch automatisch sinnvoll. Ton hat Eigenschaften, die wir berücksichtigen müssen. Eine Verbindung soll halten, eine Wand braucht eine passende Stärke und das Werk muss trocknen können. Neugier und handwerkliche Grundlagen ergänzen sich. Je besser ich das Material verstehe, desto gezielter kann ich damit experimentieren.
Du brauchst übrigens keine riesige Sammlung an kreativen Hobbys, um neugierig zu sein. Manchmal beginnt es mit einer einzigen Frage: Würde mir das gefallen? Diese Frage lässt sich durch Ausprobieren oft besser beantworten als durch langes Überlegen. Und wenn du danach feststellst, dass eine andere Technik besser zu dir passt, hast du ebenfalls etwas herausgefunden.
Respekt zeigt sich für mich im Umgang miteinander. Ich sage meine Meinung ehrlich und möchte dabei fair bleiben. Menschen runterzumachen, sie zu hänseln oder sich über sie zu stellen, passt für mich nicht zu einem guten Miteinander. Gerade wenn jemand etwas Neues lernt, braucht es einen Umgang, bei dem Fragen möglich sind.
Im Atelier bedeutet das, dass jede und jeder im eigenen Tempo arbeiten darf. Manche möchten zuerst zuschauen und verstehen, wie ein Arbeitsschritt funktioniert. Andere legen lieber direkt los. Beides darf seinen Platz haben. Niemand muss sich beeilen, um mit dem Tempo einer anderen Person mitzuhalten.
Auch die Werke müssen sich nicht gleichen. Deine Schale darf anders aussehen als meine. Dein Becher muss keine Kopie einer Vorlage werden. Ich möchte dich dabei unterstützen, deine Idee umzusetzen und die nötigen Grundlagen zu verstehen. Was dir gestalterisch gefällt, darfst du selbst entscheiden.
Respekt heisst für mich trotzdem, ehrlich auf Schwierigkeiten hinzuweisen. Wenn eine Verbindung noch nicht stabil ist, hilft es dir wenig, wenn ich einfach «Sieht super aus» sage. Dann schauen wir gemeinsam, was das Stück braucht und wie du weiterarbeiten kannst. Eine sachliche Rückmeldung soll dir helfen, statt dir die Freude zu nehmen.
Mit «perfekt unperfekt» meine ich deshalb auch nicht, dass handwerkliche Sorgfalt egal wäre. Ein Becher soll seinen Zweck erfüllen können. Gleichzeitig darf sichtbar bleiben, dass ihn ein Mensch mit den Händen geformt hat. Eine kleine Unregelmässigkeit macht dein Werk nicht automatisch schlechter.
Und dann gibt es noch den Respekt dir selbst gegenüber. Wenn du für Familie, Arbeit und Alltag viel organisierst, bleibt deine eigene Zeit schnell übrig, sofern überhaupt noch etwas übrig bleibt. Ich kenne dieses Bedürfnis, einmal etwas für mich zu machen, statt mich schon wieder um die nächste Aufgabe zu kümmern.
Du musst aus deiner kreativen Zeit nichts Vorzeigbares machen, damit sie berechtigt ist. Vielleicht gehst du mit einer begonnenen Schale nach Hause. Vielleicht freust du dich vor allem darüber, dass du dich zwei Stunden auf eine Sache konzentrieren konntest. Auch das darf für dich wertvoll sein.

Teilnehmerinnen töpfern für Raku by night.

Volle Konzentration beim Töpfern.
Meine Werte sollen sich im Atelier zeigen: in meiner Begeisterung fürs Material, im Platz für deine Fragen und in einem respektvollen Umgang mit deinen ersten Versuchen. Ich möchte, dass du etwas lernen kannst und dich dabei traust, deine eigenen Ideen einzubringen.
Töpfern löst nicht sämtliche Herausforderungen des Alltags. Für mich schafft es aber eine Auszeit, in der ich mich einer konkreten Sache widmen kann. Diese Erfahrung möchte ich zugänglich machen. Du brauchst dafür keine elektrische Drehscheibe und musst dich auch nicht schon als besonders kreativ bezeichnen.
Falls du es ausprobieren möchtest, findest du auf meiner Kursseite die Informationen zum offenen Atelier im Atelier Allegra in Hausen am Albis und die aktuellen Buchungsmöglichkeiten. Du darfst mit einer Idee kommen oder erst einmal neugierig sein.
Welche Werte sind dir besonders wichtig? Und woran merkst du im Alltag, dass du ihnen tatsächlich Platz gibst? Vielleicht fallen dir sofort drei ein. Vielleicht brauchst du etwas Zeit, so wie ich beim Sortieren meiner Gedanken.
Wenn du magst, erzähl mir davon. Ich finde spannend, was Menschen antreibt und was ihnen im Umgang miteinander wichtig ist. Und wenn du weitere Geschichten aus meinem Leben zwischen Pferdestall, Familie und Ton lesen möchtest, kannst du dich sehr gerne für meinen Newsletter eintragen.
Ich töpfere leidenschaftlich gerne, probiere ständig neue kreative Ideen aus und bin die Frau hinter antjes-art.
Zwischen Pferdestall, Familienalltag und Töpferatelier entstehen bei mir Keramiken, kreative Projekte und Geschichten darüber, was passiert, wenn wir einfach mal anfangen.
Perfekt muss es dabei nicht werden. Viel wichtiger ist, dass du dir erlaubst, anzufangen und deine eigenen Ideen auszuprobieren.
Geschenk für dich
🎁 100% kostenlos für dich!
Einmal durchatmen -
und etwas Neues kann beginnen
Du bist oft im Funktionsmodus. Alles läuft - aber du bleibst irgendwie auf der Strecke.
Zeit für dich? Fehlanzeige.
Alles ist getaktet, aber wenig davon erfüllt dich.
Du merkst aber, dass irgendetwas fehlt.
Vielleicht brauchst du nicht mehr Leistung, sondern mehr Lebendigkeit. Und die beginnt im Kleinen.
Mit etwas, das deine Hände tun dürfen - nur für dich.
Dieses Workbook ist dein Einstieg in eine neue Art der Selbstfürsorge. Perfekt unperfekt. Einfach.
Ehrlich, kreativ, wohltuend.
Du wirst sehen: Sobald du beginnst, mit Ton zu arbeiten, beginnt auch in dir wieder etwas zu fliessen.
Und falls du magst, lass uns auf Instagram vernetzen - @antjes_art.
Vielleicht möchtest du mir dein Kunstwerk zeigen. Das würde mich ebenfalls sehr freuen.
Für private Nachrichten schreib mir gerne eine E-Mail an: kontakt@antjes-art.com
oder benutze das Kontaktformular weiter unten.