Keramik & Kreativkunst

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Auszeit für Frauen

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Mein Töpfer-Journal: Nie wieder rätseln, welche Glasur das war

Welche Glasur war das noch einmal?

Wie viele Schichten habe ich aufgetragen?

Und welchen Ton hatte ich für diese Schale verwendet?

Beim Töpfern gibt es viele kleine Details, die man sich eigentlich merken wollte – und später doch vergessen hat. Genau deshalb habe ich ein eigenes Töpferjournal entwickelt. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie es entstanden ist, was darin Platz findet und wie es dich bei deinen Töpferprojekten begleiten kann.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ohne kreative Auszeit bleibst du im Funktionsmodus - und spürst dich selbst irgendwann nicht mehr.

  • Deine Kreativität schläft ein, ohne dass du es merkst - Ton holt dich zurück in die Gestalterin-Rolle.

  • Du verpasst die Chance, aus Altem etwas Neues zu machen - Upcycling mit Ton ist auch eine Haltung dir selbst gegenüber.

  • Dir fehlen die Oasen im Alltag - schon eine Tonschale kann eine kleine Pause sein.

  • Jenseits deiner Rollen weisst du irgendwann nicht mehr, wer du bist - für mich war das Töpfern mein Anker.

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Mein Töpfer-Journal:

Warum ich mir ein

eigenes Projektbuch erstellt habe

Vor einiger Zeit wollte eine Kundin noch einmal eine Tasse haben, die sie bei mir gekauft hatte. Besonders gut gefiel ihr die Glasur – ausgerechnet eine Kombination, die eher durch Zufall entstanden war.

Ich stand also vor meinem Regal mit den Glasuren und überlegte:

  • Welche hatte ich damals verwendet?

  • Wie viele Schichten hatte ich aufgetragen?

  • Und welche Glasur lag eigentlich darüber?

Ich wusste es nicht mehr.

Also nahm ich zwei Glasuren aus dem Regal und versuchte, das Ergebnis nachzustellen. Die neue Tasse wurde schön – aber sie sah nicht so aus wie die erste. Genau in diesem Moment wurde mir wieder bewusst, wie schnell wichtige Details beim Töpfern verloren gehen.

Man fertigt ein Stück an, glasiert und brennt es – und ist überzeugt, dass man sich das Vorgehen merken wird. Zwei Monate später weiss man nicht mehr, welcher Ton verwendet wurde, wie viele Schichten Glasur auf dem Stück waren oder was man beim nächsten Versuch verändern wollte.

Ich kannte dieses Problem schon länger.

Auf einem Zettel war die Skizze notiert, in einem anderen Heft standen die Brenndaten und wieder woanders hatte ich Ideen, Materiallisten und sonstige Notizen gesammelt. Weil ich verschiedene Notizbücher für ganz unterschiedliche Dinge verwendete, waren die Informationen zu einem Projekt oft über mehrere Seiten und Hefte verteilt.

Wenn ich später etwas Bestimmtes suchte, musste ich erst einmal überlegen, wo ich es überhaupt aufgeschrieben hatte – und dann blättern und hoffen, dass ich es wieder fand.

Mir fehlte ein Buch, in dem ein komplettes Töpferprojekt von der ersten Idee bis zum fertigen Stück an einem Ort festgehalten werden kann.

Also habe ich mir kurzerhand selbst ein Töpfer-Journal erstellt: ein Projektbuch, das genau die Informationen enthält, die ich beim Töpfern wirklich brauche.

Mehr solcher Geschichten findest du übrigens in meinen Kundenprojekten.

Was mein Töpfer-Journal können sollte

Nachdem ich wieder einmal vergeblich nach einer bestimmten Notiz gesucht hatte, war für mich klar: Ich brauche kein weiteres gewöhnliches Notizbuch.

Ich wollte ein Projektbuch, das sich an den tatsächlichen Arbeitsschritten beim Töpfern orientiert. Von der ersten Idee über Ton, Technik und Glasur bis hin zu den Brenndaten und dem fertigen Stück sollte alles zusammengehören.

Dabei war mir wichtig, dass genug Platz für Skizzen und Fotos vorhanden ist, aber auch für die kleinen Details, die später plötzlich entscheidend werden:

  • Welche Glasur habe ich verwendet?

  • Wie viele Schichten waren es?

  • Was hat gut funktioniert – und was würde ich beim nächsten Mal verändern?

Also habe ich mir kurzerhand selbst ein Töpferjournal erstellt: ein Projektbuch, das genau die Informationen enthält, die ich beim Töpfern wirklich brauche.

 Ein Projekt beginnt nicht erst beim Glasieren

Oft entsteht ein Keramikstück schon lange vor dem ersten Handgriff. Vielleicht hast du eine bestimmte Form im Kopf, entdeckst eine interessante Oberfläche oder möchtest eine Idee ausprobieren, die du irgendwo gesehen hast.

Deshalb beginnt jede Projektdokumentation im Journal mit der Planung.

Auf der ersten Seite hältst du fest, was du vorhast. Du notierst den verwendeten Ton, die benötigte Menge und die Technik, mit der du arbeiten möchtest. Ob Drehscheibe, Handaufbau oder eine andere Methode – die wichtigsten Grundlagen stehen direkt beim Projekt.

Falls du bei einer Technik noch unsicher bist: schau gerne in meiner Rubrik "Töpfern lernen" vorbei, dort gehe ich genauer drauf ein.

Ausserdem gibt es Platz für eine Skizze.

Die muss weder kunstvoll noch besonders genau sein. Oft reicht eine schnelle Zeichnung, um Proportionen, Henkel, Verzierungen oder die geplante Form festzuhalten. Später kannst du damit vergleichen, wie sich deine ursprüngliche Idee während des Töpferns verändert hat.

Brenndaten und Glasuren

nachvollziehbar festhalten

Nach dem Formen und Trocknen folgt der erste Brand. Auch diese Daten kannst du im Journal dokumentieren.

Dazu gehört unter anderem die Temperatur des Rohbrands und die Position des Stücks im Ofen (optional). Solche Angaben erscheinen zunächst vielleicht nebensächlich. Wenn ein Ergebnis später anders ausfällt als erwartet, können sie jedoch helfen, mögliche Ursachen nachzuvollziehen.

Besonders wichtig ist für mich die Dokumentation der Glasur.

Im Journal kannst Du festhalten:

  • welche Glasur du verwendet hast,

  • wie viele Schichten du aufgetragen hast,

  • und ob du sie gepinselt, getaucht, gegossen oder gesprüht hast.

So bleibt ein gelungenes Ergebnis nicht dem Zufall überlassen.

Wenn dir eine Kombination besonders gut gefällt, kannst du später nachschauen, wie du vorgegangen bist. Und wenn eine Glasur nicht so geworden ist, wie du es dir vorgestellt hast, hast du eine Grundlage, um beim nächsten Versuch etwas zu verändern.

Nicht nur Fehler suchen,

sondern Erfahrungen sammeln

Nach dem zweiten Brand zeigt sich, was aus der ursprünglichen Idee geworden ist.

Im Journal ist deshalb nicht nur Platz für die Daten des Glasurbrands. Du kannst auch festhalten, was du bei diesem Projekt gelernt hast.

Ich habe dieses Feld ganz bewusst nicht „Fehler“ genannt.

Beim Töpfern läuft nicht immer alles nach Plan. Ein Rand verzieht sich, eine Glasur reagiert anders als erwartet oder ein Stück bekommt beim Brennen einen Riss. Das ist ärgerlich, gehört aber zum Arbeiten mit Ton dazu.

Entscheidend ist, was du aus dem Ergebnis mitnimmst.

Vielleicht verwendest du beim nächsten Mal weniger Wasser. Vielleicht trägst du eine Glasur dünner auf. Oder du stellst fest, dass eine bestimmte Ton-Glasur-Kombination besonders gut funktioniert.

Aus einem Missgeschick wird so eine Erfahrung, die dir beim nächsten Projekt weiterhilft.

Planung und fertiges Stück nebeneinander

Für jedes Projekt stehen im Journal insgesamt vier Seiten zur Verfügung.

Auf der letzten Seite kannst du ein Foto des fertigen Stücks einkleben und weitere Notizen ergänzen. Dadurch siehst du später nicht nur die technischen Daten, sondern auch das tatsächliche Ergebnis.

Ich finde gerade diesen Vergleich besonders spannend:

  • Was war ursprünglich geplant?

  • Was ist während des Arbeitens entstanden?

  • Und was würde ich beim nächsten Mal genauso oder anders machen?

Mit der Zeit entsteht dadurch nicht einfach nur eine Sammlung von Daten. Das Journal wird zu einer persönlichen Dokumentation deiner Entwicklung.

Du kannst sehen, welche Techniken du ausprobiert hast, welche Formen immer wieder auftauchen und wie sich dein eigener Stil verändert.

Wie viele Projekte passen ins Töpferjournal?

Das Töpferjournal bietet Platz für 40 Projekte.

Das können kleine Übungsstücke, Schalen, Tassen, Figuren oder grössere Arbeiten sein. Du entscheidest selbst, welche Projekte du festhalten möchtest.

Gerade bei Stücken, die du später noch einmal töpfern möchtest, lohnt sich eine ausführliche Dokumentation. Statt erneut bei null anzufangen, kannst du auf deine eigenen Erfahrungen zurückgreifen.

Wo halte ich meine Tonarten und Glasuren fest?

Was mich bei anderen Notizbüchern gestört hat: Die einzelnen Projekte lassen sich zwar dokumentieren, aber wichtige Angaben zu Ton und Glasuren stehen wieder irgendwo anders.

Deshalb enthält mein Journal zusätzliche Referenzseiten:

Im Bereich „Meine Tonarten“ kannst du bis zu vier verschiedene Tone eintragen. Dort ist Platz für Angaben wie:

  • Hersteller,

  • Brenntemperatur,

  • Farbe im rohen und gebrannten Zustand,

  • Schrumpfung,

  • und Artikelnummer.

Auch für Glasuren gibt es eigene Übersichtsseiten. Neben Hersteller und Bezeichnung kannst du dort den Brennbereich, die empfohlene Schichtanzahl und die passende Auftragsart notieren.

Damit musst du nicht jedes Mal alte Verpackungen, Rechnungen oder Herstellerseiten durchsuchen. Die Informationen, die du regelmässig brauchst, stehen direkt in deinem Journal.

Mehr Überblick über deine Töpferzeit

Zusätzlich enthält das Töpfer-Journal eine undatierte Jahresplanung für zwei Jahre.

Du trägst das jeweilige Jahr selbst ein und kannst markieren, an welchen Tagen du getöpfert hast oder töpfern möchtest. Das hilft nicht nur bei der Planung von Projekten.

Es zeigt dir auch, wie viel Zeit du dir tatsächlich für dein Hobby genommen hast.

Gerade im Alltag gehen kreative Vorhaben schnell zwischen Terminen und Verpflichtungen unter. Ein eingetragener Töpfertag kann deshalb auch eine kleine Verabredung mit dir selbst sein.

Für wen ist das Töpfer-Journal gedacht?

Das Journal ist für alle gedacht, die ihre Projekte nicht mehr auf losen Zetteln sammeln und bei jedem neuen Versuch wieder bei null anfangen möchten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du gerade erst mit dem Töpfern beginnst, einen Kurs an einer Schule besuchst oder bereits eine eigene Werkstatt hast.

Gerade am Anfang kann eine Dokumentation besonders hilfreich sein. Denn oft weiss man noch gar nicht, welche Angaben man später benötigen wird.

Mit der Zeit entsteht so dein ganz persönliches Nachschlagewerk – gefüllt mit Ideen, Brenndaten, Glasurerfahrungen, Fotos und allem, was du beim Töpfern gelernt hast.

Wo bekommst du das Töpfer-Journal?

Mein Töpfer-Journal ist bei Amazon erhältlich.

Du findest es über die Suche nach „Töpfer-Journal Antje Brügger“ oder direkt über den folgenden Link:

Töpfer-Journal: Projektbuch für Glasuren · Brenntemperaturen · Skizzen für dein neues Keramik-Projekt

 

Vielleicht bewahrt dich das Journal nicht vor jeder Überraschung im Brennofen. Aber es hilft dir dabei, gelungene Ergebnisse zu wiederholen, aus anderen zu lernen und deine eigene Töpferreise festzuhalten.

Denn selbst wenn nicht jedes Stück so wird wie geplant, muss die Erfahrung dahinter nicht verloren gehen.

Halte Deine Töpferprojekte

endlich an einem Ort fest

Du möchtest nicht mehr rätseln, welche Glasur du verwendet hast, wie viele Schichten du aufgetragen hast oder was du beim nächsten Mal anders machen wolltest?

Dann begleite deine nächsten Projekte mit meinem Töpfer-Journal. Es bietet Platz für 40 Keramikprojekte, deine Tonarten, Glasuren, Brenndaten, Skizzen, Fotos und persönlichen Erkenntnisse.

Und falls du noch gar nicht weisst, wo du anfangen sollst: Komm doch einfach in mein offenes Töpfer-Atelier, dort kannst du in Ruhe reinschnuppern, und dein Töpfer-Journal füllt sich ganz von allein.

Noch Fragen zu meinem Töpfer-Journal?

Was ist ein Töpfer-Journal?

Für mich ist es ein Projektbuch, in dem ich zu jedem Keramikstück Ton, Technik, Glasur, Brenndaten und meine Erkenntnisse an einem Ort festhalte – statt auf losen Zetteln.

Was schreibst du konkret in dein Töpfer-Journal?

Ich halte Ton, Technik, Skizze, Brenndaten, verwendete Glasuren samt Schichtanzahl und Auftragsart sowie meine persönlichen Erkenntnisse fest – plus ein Foto vom fertigen Stück

Hältst du auch fest, wenn beim Töpfern etwas schiefgeht?

Ja, ganz bewusst nicht als "Fehler", sondern als Erkenntnis: Was ist passiert, und was mache ich beim nächsten Mal anders? Genau das hilft mir, aus einem Missgeschick etwas zu lernen.

Hey, ich bin Antje -

die kreative Seele hinter

"antjes-art".

Antje von antjes-art im Töpfer-Atelier

Ich glaube fest daran, dass wir nie zu alt,

zu beschäftigt oder zu eingespannt sind, um etwas Neues zu lernen.

Perfektion ist dabei gar nicht das Ziel – der erste Schritt zählt.

Und genau diesen Schritt darfst du dir erlauben.

Mir ist wichtig, dass Lernen und Kreativität nicht schwer, sondern leicht und erfüllend sind.

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Du wirst sehen: Sobald du beginnst, mit Ton zu arbeiten, beginnt auch in dir wieder etwas zu fliessen.


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