Keramik & Kreativkunst

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Auszeit für Frauen

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Mut für Neues braucht Gesellschaft – aber welche?

13 von 16 Befragten können sich eher vorstellen, ein neues kreatives Hobby auszuprobieren, wenn ihnen jemand vor Ort etwas zeigt und bei Fragen hilft. Das ist ein Ergebnis meiner September-Umfrage «Mut für Neues braucht Gesellschaft?».

Besonders überrascht haben mich vier Antworten: Diese Menschen wünschen sich vor allem andere Anfängerinnen an ihrer Seite. In Gesprächen höre ich immer wieder Sätze wie «Dafür habe ich keine Geduld» oder «Das kann ich sowieso nicht».

Deshalb habe ich im September eine Umfrage gestartet: «Mut für Neues braucht Gesellschaft?» Ich wollte wissen, was den Einstieg in ein neues kreatives Hobby erschwert und welche Unterstützung dabei helfen könnte.

Ich wollte herausfinden, was zwischen einer kreativen Idee und dem tatsächlichen Anfangen steht. Denn ein freier Nachmittag allein beantwortet noch keine Materialfragen. Und eine gute Anleitung nimmt dir vielleicht nicht die Sorge, die einzige Anfängerin im Raum zu sein.

Das Wichtigste in Kürze

🟤 Bei 13 von 16 Befragten ist die Bereitschaft mit direkter Hilfe vor Ort höher als beim Lernen allein.

🟤 Der Durchschnitt steigt von 3,0 auf 4,4 von 5 Punkten.

🟤 Acht nennen fehlende Zeit als grösstes Hindernis;

🟤 vier wünschen sich andere Anfängerinnen.

Für deinen Einstieg kann das heissen: Wähle einen überschaubaren Termin und überlege, welche Unterstützung dir hilft.

Die Ergebnisse stammen aus einer kleinen, nicht repräsentativen Befragung in meinem Umfeld.

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Inhaltsverzeichnis

Was ich vermutet hatte und wen ich erreicht habe

Vor der Umfrage hatte ich zwei Vermutungen:

Mit direkter Unterstützung fällt der Einstieg leichter. Und viele Frauen trauen sich kreative Arbeit mit den Händen grundsätzlich nicht zu. Als mögliche Hindernisse hatte ich besonders Zeit, Geduld und fehlendes Wissen im Kopf.

Geteilt habe ich die Umfrage über Instagram, WhatsApp und meinen Newsletter. Judith Peters hat sie zusätzlich in ihrem Newsletter aufgegriffen. Im Volg bei uns im Dorfladen hing ein Aushang.

Die Umfrage lief vom 1. bis zum 30. September 2026. Ausgewertet habe ich die 16 Antworten, die mir vorliegen. Meine eigene Antwort ist darin enthalten.

Zwölf Befragte machen bereits regelmässig etwas Kreatives mit den Händen, drei haben es zumindest schon ausprobiert. Nur eine Person hat noch keine solche Erfahrung.

Die Antworten stammen aus meiner eigenen Online-Umfrage mit Tally. Beide Fragen zur Bereitschaft wurden auf einer Skala von 1 bis 5 beantwortet. Die Mittelwerte berücksichtigen alle 16 vorliegenden Antworten und sind auf eine Nachkommastelle gerundet. Namen waren freiwillig; Zitate und Website-Links verwende ich nach den erteilten Freigaben.

Ich habe also überwiegend Menschen erreicht, die bereits kreativ tätig sind. Über diejenigen, die bisher gar nicht anfangen, erfahre ich dadurch sehr wenig. Ausserdem bedeutet Erfahrung in einem Hobby nicht automatisch Sicherheit bei einem anderen. Wer gerne malt, kann beim Nähen trotzdem ratlos vor der Maschine sitzen.

Meine zweite Vermutung lässt sich deshalb mit diesen Antworten nicht abschliessend prüfen. Was ich mitnehme: Auch Menschen mit kreativer Erfahrung können Unterstützung brauchen, wenn sie etwas Neues beginnen.

Ich töpfere leidenschaftlich gerne und begleite Menschen beim Einstieg in den Handaufbau im Atelier Allegra in Hausen am Albis. Meine Erfahrungen aus den Kursen fliessen hier ein. Gleichzeitig biete ich selbst Töpferkurse an und habe damit ein eigenes Interesse am Thema. Die Umfrage soll mir helfen, die Wünsche und Hürden der Teilnehmenden besser zu verstehen.

13 von 16 bewerten den Einstieg mit direkter Hilfe höher

Im Fragebogen habe ich zwei Situationen gegenübergestellt:

  • Wie wahrscheinlich wäre ein Einstieg allein zuhause, nur mit Video oder Buch?

  • Und wie wahrscheinlich wäre er, wenn jemand vor Ort etwas zeigt und bei Fragen sofort hilft?

Auf einer Skala von 1 bis 5 liegt der Durchschnitt «allein» bei 3,0 Punkten, «mit Hilfe vor Ort» bei 4,4. Bei 13 der 16 Befragten ist die Bewertung mit Unterstützung höher. Bei zwei Personen bleibt sie gleich, bei einer fällt sie niedriger aus.

Das ist ein deutlicher Unterschied innerhalb dieser kleinen Befragung. Er beschreibt allerdings eine Vorstellung: Die Menschen haben angegeben, unter welchen Bedingungen sie eher anfangen würden. Ob sie später tatsächlich einen Kurs buchen oder ein neues Hobby ausprobieren, zeigt die Umfrage nicht.

Ich kenne das Problem mit unbeantworteten Fragen aus eigener Erfahrung. Ich habe einen Etsy-Kurs gekauft, der immer noch im Ordner liegt. Allein beim Anschauen kamen Fragen auf, die ich in dem Moment nicht klären konnte. Für mich wurde das Weiterarbeiten dadurch anstrengend und kompliziert.

Darum kann ich gut nachvollziehen, warum direkte Hilfe attraktiv ist. Manchmal möchte ich etwas kurz zeigen und fragen können: «Ist das so richtig?» Eine Antwort hilft mir dann, weiterzumachen.

Wenn du beim Lernen allein immer wieder hängen bleibst, schau vor der nächsten Buchung darauf, wie du Fragen stellen kannst. Gibt es direkte Hilfe, einen Austausch oder eine Möglichkeit, dein Werkstück zu zeigen?

Diagramm

8 von 16 nennen fehlende Zeit als grösstes Hindernis

Acht der 16 Befragten nennen fehlende Zeit als grösste Hürde. Das war die häufigste Antwort. Vier wählen als wichtigste Unterstützung einen festen Termin, den sie sich freihalten.

Ich kenne den vollen Kalender selbst. Zwischen Arbeit, Familie und Atelier ist eine freie Stunde nicht automatisch eine Stunde, in der ich noch Energie für etwas Neues habe.

Anja schreibt, sie brauche dafür: «Zeit, Ruhe und einen freien Kopf.»

Das ist mehr als eine Lücke im Kalender. In ihrer Antwort erzählt sie auch von einem begonnenen Nähprojekt, für das ihr gerade Zeit und Ressourcen fehlen. Gleichzeitig beschreibt sie Hemmungen beim Nähen, weil ihre Mutter es sehr gut konnte. Zeitmangel und Unsicherheit können also nebeneinander bestehen. Beides nehme ich ernst.

Ein überschaubarer Termin kann ein möglicher Anfang sein. Du musst noch nicht wissen, ob daraus dein neues Lieblingshobby wird. Erst einmal darfst du ausprobieren, ob es dir Freude macht und in deinen Alltag passt.

Diagramm

Vier wünschen sich andere Anfängerinnen an ihrer Seite

Die für mich spannendste Beobachtung steckt in vier Antworten. Diese vier Personen wünschen sich als wichtigste Hilfe «Andere Anfängerinnen, die das Gleiche lernen wie ich». Alle vier bewerten einen Einstieg allein mit der niedrigsten Stufe. Mit Hilfe vor Ort liegen ihre Bewertungen bei 3 oder 4 Punkten.

Daraus lässt sich nicht ableiten, dass eine Gruppe wichtiger ist als eine gute Anleitung. Es zeigt aber, dass gemeinsames Lernen für diese vier Menschen eine Rolle spielt. Die passende Unterstützung könnte beides verbinden: jemanden, der Fragen beantwortet, und andere, die ebenfalls gerade anfangen.

Anke beschreibt ihren Wunsch so:

«Das mit mehreren Freundinnen zusammen ausprobieren, die so etwas auch noch nicht gemacht haben.»

Diese Antwort bringt für mich etwas auf den Punkt: Es kann angenehm sein, wenn man sich nicht als einzige Person mit einer scheinbar einfachen Frage alleine fühlt. Die anderen müssen keine Profis sein. Vielleicht hilft gerade, dass sie dieselben ersten Schritte machen.

Dazu passt eine Erfahrung aus meinen Raku-Workshops. Eine Frau, die ich persönlich angesprochen hatte, wollte zunächst nicht allein kommen. Sie fragte, ob sie jemanden mitbringen dürfe. Natürlich durfte sie das. Bei einer anderen Buchung kündigte eine Teilnehmerin gleich an, ihre Schwester mitzubringen.

Ich weiss nicht, ob die Begleitung für alle ausschlaggebend war. Bei der ersten Frau hat sie die Teilnahme jedenfalls möglich gemacht. Das ist für mich ein guter Grund, diesen Wunsch in meiner Kurskommunikation stärker zu berücksichtigen.

Zwei wissen nicht wo oder wie sie anfangen sollen

Zwei Befragte nennen als grösstes Hindernis, dass sie nicht wissen, wo oder wie sie anfangen sollen. Andrea beschreibt dazu Fragen nach Material, Kosten und einem passenden Anfängerprojekt.

Besonders konkret finde ich ihren Wunsch:

«einfach überschaubare Termine mit Material. Auch online möglich, wenn gute Anleitung.»

Das ergänzt die anderen Antworten um einen wichtigen Punkt: Unterstützung muss nicht für alle vor Ort stattfinden. Eine verständliche Anleitung kann ebenfalls helfen. Entscheidend ist für Andrea offenbar auch, dass der Einstieg überschaubar bleibt und sie nicht erst eine ganze Ausstattung kaufen muss.

Was ich für meine Kurse daraus mitnehme

Für meine Kursbeschreibungen möchte ich genauer hinschauen: Wird verständlich, wie der Einstieg abläuft? Welche Vorkenntnisse brauchst du? Was steht im Atelier bereit und welche Kosten kommen auf dich zu?

Auch den Wunsch nach gemeinsamem Lernen möchte ich deutlicher aufgreifen. Du kannst eine Freundin fragen, ob sie mitkommen möchte. Du kannst dich aber ebenso allein anmelden und im Kurs andere kennenlernen. Eine Begleitung sollte keine zusätzliche Voraussetzung werden, die dich vom Anfangen abhält.

Die Antworten bestärken mich darin, beim Töpfern Raum für Fragen und erste Versuche zu lassen. Ein Becher muss beim ersten Mal nicht aussehen wie im Laden. Du darfst herausfinden, wie sich der Ton verhält, etwas verändern und dabei lernen. Perfekt unperfekt passt für mich genau dazu.

Was noch offenbleibt

Ich hätte gerne mehr von Menschen erfahren, die bisher noch gar kein kreatives Hobby ausprobiert haben. Warum ich sie kaum erreicht habe, weiss ich nicht. Auch die tatsächliche Teilnahme lässt sich aus einer angegebenen Bereitschaft nicht vorhersagen.

Bei einer weiteren Umfrage würde ich deshalb genauer nachfragen:

  • Was bedeutet hilfreiche Gesellschaft für dich?

  • Eine vertraute Freundin, eine Gruppe von Anfängerinnen oder jemand, der dir etwas erklärt?

  • Und welche Rolle spielen Preis, Termin und Dauer dabei?

Für mich bleibt aus diesen Antworten vor allem eine Erkenntnis: Der Einstieg wird für viele leichter vorstellbar, wenn sie Unterstützung bekommen. Wie diese Unterstützung aussehen soll, ist unterschiedlich. Genau das möchte ich bei meinen Angeboten besser berücksichtigen.

Häufige Fragen zum kreativen Einstieg

Brauche ich Gesellschaft um ein kreatives Hobby anzufangen?

Das ist individuell. In meiner Umfrage bewerten 13 von 16 Befragten den Einstieg mit direkter Hilfe höher. Zwei Personen bewerten beide Situationen gleich, eine weitere das Lernen allein höher. Die Befragung zeigt damit verschiedene Vorlieben und beweist nicht, dass alle Begleitung brauchen.

Kann ich auch allein zu einem Töpferkurs kommen?

Ja, du kannst dich allein anmelden. Eine Freundin mitzubringen ist eine Möglichkeit, keine Voraussetzung. Im Kurs kannst du andere kennenlernen und deine Fragen direkt stellen.

Brauche ich zum Töpfern eine elektrische Drehscheibe oder Vorkenntnisse?

Für den Einstieg in den Handaufbau brauchst du keine elektrische Drehscheibe. Du formst den Ton mit deinen Händen. Meine Einstiegskurse richten sich an Menschen ohne Vorkenntnisse; die aktuellen Abläufe und Leistungen findest du auf der Kursseite.

Wie kann ich etwas Kreatives ausprobieren wenn mein Alltag voll ist?

Ein einzelner, überschaubarer Termin (ob zuhause oder in einem Kurs) kann dir helfen herauszufinden, ob dir das Hobby Freude macht. Du musst dich noch nicht dauerhaft festlegen. Achte darauf, ob du neben der Zeit auch die Energie dafür hast.

Wie aussagekräftig sind die Ergebnisse dieser Umfrage?

Der Artikel wertet 16 vorliegende Antworten aus, darunter meine eigene. Die meisten Befragten sind bereits kreativ tätig. Die Ergebnisse liefern Anhaltspunkte aus meinem Umfeld, sind aber nicht repräsentativ und lassen keine allgemeingültigen Aussagen über Frauen oder Lernformen zu.

Und zum Schluss:

Wenn du Töpfern einmal ausprobieren möchtest, findest du auf meiner Kursseite die aktuellen Einstiegsmöglichkeiten im Atelier Allegra in Hausen am Albis.

Wir verwenden dafür keine elektrische Drehscheibe. Wir arbeiten mit den Händen und du kannst deine Fragen direkt stellen.

Was würde dir den Einstieg erleichtern: jemanden fragen können, gemeinsam mit anderen anfangen oder eine Freundin mitbringen? Schreib es mir gerne.

Danke an alle, die sich Zeit für die Umfrage genommen und ihre Erfahrungen geteilt haben.

Einige Teilnehmerinnen haben eigene Websites und möchten sie hier mit dir teilen. Schau gerne bei ihnen vorbei: Chantal · Anja · Anke · Karina

Hey, ich bin Antje -

die kreative Seele hinter

"antjes-art".

Antje von antjes-art im Töpfer-Atelier

Ich töpfere leidenschaftlich gerne, probiere ständig neue kreative Ideen aus und bin die Frau hinter antjes-art.

Zwischen Pferdestall, Familienalltag und Töpferatelier entstehen bei mir Keramiken, kreative Projekte und Geschichten darüber, was passiert, wenn wir einfach mal anfangen.

Perfekt muss es dabei nicht werden. Viel wichtiger ist, dass du dir erlaubst, anzufangen und deine eigenen Ideen auszuprobieren.

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